Welpenaufzucht

Unser (Auf-)Zuchtziel ist es, wesensfeste und gesunde  Berner Sennenhunde zu züchten.


Vom Wesen her sollte der Berner gelassen und dennoch wachsam sein, gegenüber der  Familie immer freundlich und liebevoll.


Diese Eigenschaften sind einerseits genetische Veranlagung. Andererseits sind sie beeinflussbar durch die Umweltprägung der ersten Lebenswochen und Monate. 
Hierbei spielen das Wechselspiel von Anlage und Umwelt, genauso wie komplexe biochemische Vorgänge im Körper der Mutterhündin und der Welpen eine essentielle Rolle.

 

Uns als Züchtern ist es wichtig, diese Vorgänge so optimal wie möglich zu betreuen und zu fördern.

Wesenstendenzen der Welpen sind genetisch angelegt und werden bereits während der Tragezeit im Bauch der Mutter epigenetisch beeinflusst.

Für uns beginnt die "Prägezeit" der Welpen daher bereits im Mutterleib.
Das einwandfreie Wohlbefinden der Mutterhündin (und das nicht nur in der Tragezeit) ist die Grundvoraussetzung für wesensfeste und stresstolerante Welpen.

Der enge Kontakt zwischen Hund und Mensch ist für uns selbstverständlich. 
Unsere Hunde gelten für uns als vollwertige Familienmitglieder, genauso unsere Welpen.
Dass die Welpen daher bei uns im Wohnbereich aufwachsen, versteht sich von allein.


Im Folgenden haben wir einige kleine Ausschnitte aus unserer Welpenaufzucht für Sie zusammengefasst.
Wenn Sie mehr über unsere Aufzucht erfahren möchten oder Interesse an einem Welpen aus unserer Zucht haben, setzen Sie sich bitte telefonisch mit uns in Verbindung, alles Weitere können wir dann am Telefon sowie in einem persönlichen Kennenlernen besprechen.

 

Deckakt 

 

Der Deckakt sollte für beide Hunde absolut zwanglos und stressfrei ablaufen.
Wir lassen der Natur ihren Lauf.

Wir verlassen uns hier voll und ganz auf die Instinktsicherheit unserer Hündin. 

Trächtigkeit

 

In der Trächtigkeit gibt es ein ganz besonderes Wohlfühlprogramm für die werdende Mama, das wichtigste ist, dass sie sich wohl und geborgen fühlt.
Viele Kuscheleinheiten und hochwertiger Gaumenschmaus sind für unsere werdende Mama unabdingbar. ;-) 

 

Geburt

 

Die Geburt ist für die Mama anstrengend, damit sie sich ganz auf ihr Geschehen konzentrieren kann, benötigt sie viel Ruhe und Sicherheit. Für den Notfall ist unser Tierarzt rund um die Uhr erreichbar.


Unsere Welpen kommen bei uns im Wohnbereich zur Welt.

 

Sie wachsen, bis zur Abgabe, mit vollem Familien und Rudelanschluss auf.

 

Nur so ist es uns möglich, die Welpen auf selbstverständliche Weise mit optischen und akustischen Umwelteinflüssen vertraut zu machen.
Alltagsgeräusche, wie zum Beispiel der Staubsauger, der Fernseher und der Küchenmixer, werden so zur Normalität.

 

Die ersten zwei Lebenswochen verbringen die Welpen gemeinsam mit der Mutterhündin in der Wurfkiste. Sie wärmt und säugt ihre Welpen.
Das Immunsystem ist jetzt noch sehr empfindlich, strenge Hygiene ist unabdingbar.

Die erste und zweite Woche

 

Die ersten beiden Wochen sind die kleinen Bärchen blind und taub. Das Immunsystem ist noch sehr empfindlich. Die Hunde-Mama verlässt die Wurfkiste nur für das "Nötigste".  Um die tolle Hunde-Mami zu entlasten unterstützen wir sie wo wir können. Die kleinen Hündchen werden täglich gewogen und gewöhnen sich durch Körperkontakt an Berührungen und Gerüche durch den Menschen.


 

Wenn die Welpen, in etwa mit der dritten Lebenswoche, "mobil" werden steht ihnen zunächst ein großzügiger Auslauf in unserem Wohnzimmer und wenig später der gesamte Wohnbereich im Erdgeschoss zur Verfügung.

 

So lernen die Welpen von vornherein sich in die Familie zu integrieren.

 

 

Ab der 4./5. Lebenswoche kommen dann viele, liebe, für die Welpen fremde Menschen zu Besuch.

Viele positive Erfahrungen mit verschiedenen Menschen bilden die Grundlage für ein optimales Mensch-Hund-Verhältnis.

 

Um die Welpen hier möglichst umfassend vorzubereiten, lernen sie Menschen aller Altersklassen und jeden Geschlechts kennen.


Ab nun ist es auch an den zukünftigen Welpenfamilien ihre "Kleinen" regelmäßig zu besuchen, um sich gegenseitig zu "beschnuppern" und kennen zulernen und einen Hund auszusuchen der charakterlich zu ihnen passt.

 

Hierbei stehen wir natürlich beratend zur Seite, denn unser größtes Anliegen ist es, dass die Welpen und ihre zukünftigen Besitzer miteinander harmonieren.

 

 

 

Sie haben dann die Möglichkeit im Wohnbereich mit den Welpen zu kuscheln, mit ihnen im Welpengarten zu spielen oder ihnen beim Herumtollen mit ihren Geschwistern und Erkunden des Welpengartens zuzusehen.

Die dritte Lebenswoche

 

Langsam beginnt die Entwicklung des Seh und Hörsinnes, durch optische und akustische Reize wird die neuronale Entwicklung unterstützt. Besuch darf aber auf Grund des empfindlichen Immunsystems noch nicht in Empfang genommen werden.

 

Die vierte Lebenswoche

 

Endlich dürfen unsere Welpen Besuch empfangen, die Erkundungstouren außerhalb der "Wurfhöhle" beginnen und wir können unsere Hunde-Mama durch das Zufüttern von fester Nahrung entlasten.

Die Umweltreize werden weiter ausgebaut, Spielzeuge und Haushaltgeräte wecken nun das Interesse unserer kleinen Bärchen.

 


 

Gerade in den ersten Lebenswochen sind die Welpen für "Neues" besonders empfänglich. 

 

So lernen sie, je nach Wetterlage, ab der vierten bis fünften Lebenswoche den Welpengarten kennen, der altersentsprechend adäquat erweitert wird.
Hier warten dann viele neue Abenteuer auf unsere Welpen.

Verschiedene Untergründe, wie Gras, Sand, Pflaster, Rindenmulch und Kies, sowie Gitterrosten, Wippen, Wackelbretter, Rappeldosen und Flatterband, sind hier eine Selbstverständlichkeit, um die Welpen auf ihren zukünftigen Alltag bestmöglich vorzubereiten.

 

Auch "seltsame" Dinge, wie beispielsweise ein Bällebad und eine raschelnde Folie warten hier auf die Welpen.


Sofern die Temperaturen es zulassen, dürfen unsere Welpen auch schon die ersten Erfahrungen mit Wasser machen. Hierfür steht ein entsprechendes "Plantschbecken" zur Verfügung.

Die fünfte und sechste Lebenswoche

 

Unsere Hundekinder erobern nun den Welpengarten, durchstöbern den Wohnbereich und entwickeln sich zu lustigen, kleinen Bärchen. Den vielen Besuch halten sie gut auf Trab und die einzelnen Charaktere kristallisieren sich langsam heraus. Die tolle Hunde-Mama beginnt jetzt landsam mit der Erziehung ihrer Zwerge und genießt jetzt die Aufmerksamkeit durch unsere Besucher.



Da kleine Berner ja so richtig gerne in Schlamm und Dreck spielen, lernen unsere Bärchen bereits bei uns den Hundeföhn und das Abrubbeln mit dem Handtuch kennen.


Wenn die Welpen etwas älter sind, kommen weitere Reize, wie zum Beispiel das Aufmachen eines Regenschirms, ein Mensch mit Rollator und Gehhilfen hinzu.

 

 

Durch eine Geräusch-CD sowie Lichtanimationen, lernen unsere Welpen vor dem Auszug in ihr neues Zuhause verschiedenste Umweltgeräusche, wie Feuerwerk und die Krankenwagen-Sirene  kennen.

 

Ab der 8./9. Lebenswoche erwarten die Welpen Ausflüge mit dem Auto, bei denen sie dann mit Tieren, wie Kühen und Schafen aufeinander treffen.

 


Dieser Aspekt der Sozialisierung ist besonders wichtig, da ein Großtier, zum einen durch seine imposante Erscheinung und zum anderen durch seine artfremde Körpersprache, sehr einschüchternd auf einen Hund wirken kann, wir jedoch ängstlichem Meideverhalten von vornherein entgegenwirken wollen.

Die ganze Zeit über haben die Welpen bereits Kontakt zu unserer Hauskatze, die sich von nichts aus der Ruhe bringen lässt und den Welpen geduldig den respektvollen Umgang mit Kleintieren beibringt.

 

Wenn die Welpen ihr Abgabegewicht im Alter von 9 bis 10 Wochen erreicht haben, kommt der SSV Zuchtwart zur Wurfabnahme.

 

Unsere Welpen dürfen dann mit 10 Wochen in ihr neues Zuhause ziehen.

Zu diesem Zeitpunkt sind sie entwurmt, geimpft und gechipt.
Sie bekommen ein Startpaket, unter Anderem mit dem gewohnten Futter für die erste Zeit mit.

Wenn der Welpe im neuen Heim einzieht, sollte er ein paar Tage Zeit bekommen um sich zu akklimatisieren.
Wir legen dann den Besuch einer guten Hundeschule ans Herz, auch hundeerfahrenen Leuten, um dem Welpen in der Welpen- und Junghundestunde weiterhin den Kontakt zu Artgenossen verschiedener Rassen und Charakteren zu ermöglichen.
Denn oft sind Leinenaggression und Aggression gegenüber Artgenossen die Folgen einer mangelhaften Sozialisierung.

 

Die Zeit der Verantwortung für unsere Welpen endet für uns nicht mit der Abgabe. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir ein ganzes Hundeleben lang bei Fragen und Problemen mit Hilfestellungen zur Verfügung stehen. 
Wir freuen uns sehr über regelmäßigen Kontakt zu unseren Welpeneltern und "unseren" Welpen.

 Die siebte und achte Lebenswoche

 

Unsere Hundekinder suchen sich nun ihre neuen Familien aus, sie haben jetzt alle ihren ganz eigenen Charakter entwickelt.

Zusammen mit der Hundemama machen wir die ersten Ausflüge, fahren Auto, lernen das Hundegeschirr kennen und unsere Kleinen können die Welt außerhalb erkunden.
Der Tierarzt kommt zum impfen und chippen, und untersucht ob mit unseren Hundekindern alles in bester Ordnung ist.
Gibt er sein Ok wird der Zuchtwart kontaktiert und ein Termin für die Wurfabnahme vereinbart.

 

 

Die neunte und zehnte Lebenswoche 

 

Der Countdown läuft - mit zehn Wochen ziehen unsere Hundekinder zu ihren neuen Familien, die Prägephase nutzen wir zu Sozialisation mit anderen Tieren, dem Straßenverkehr und weiteren Ausflügen. Zuhause bekommen unsere Kleinen Mäuschen noch ein bisschen Erziehung durch unser Hunderudel mit, Mama lässt sich aber doch noch vieles gefallen.

WIr genießen die letzten Augenblicke mit unsren Schätzen, hoffen sie gut und individuell auf ihr zukünftiges Leben vorbereitet zu haben und übergeben sie vertrauensvoll an ihre neuen Hunde-Eltern. Aus diesem Verhältnis entwickeln sich oft tolle Freundschaften, was für alle Beteiligten eine schöne Angelegenheit ist, denn der regelmäßige Kontakt zu unseren Hunde-Kindern ist uns eine Herzensangelegenheit.
Wir sind bei jedem klitzekleinen Wehwehchen und allen Fragen, LEBENSLÄNGLICH erreichbar und helfen gerne weiter. Denn wir wünschen uns von Herzen, dass es unserem Hundkind ein langes Leben lang gut geht.