Röntgen

Um Gelenkerkrankungen durch kranke Elterntiere möglichst zu umgehen, ist es wichtig diese auf Hüftdysplasie und Ellenbogendysplasie röntgen zu lassen.

Aber auch zur Gewissheit, in welchem Umfang der eigene Hund später körperlich belastet werden kann, z.B. im Rahmen sportlicher Aktivitäten, aber auch als Beitrag zur Genauigkeit der HD / ED Zuchtwerte der Elterntiere und damit zur Rassegesundheit, ist es ratsam ein Röntgen auf HD und ED im Alter von einem Jahr durchführen zu lassen.

 

 

Aber was ist Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie genau?

Hüftdysplasie

Die Hüftdysplasie ist eine  Fehlbildung / Fehlstellung der Hüftgelenke, die insbesondere bei großwüchsigen Hunderassen vorkommen kann.

 

Fehlbildungen können sowohl die Hüftpfanne, als auch den Oberschenkelknochen betreffen.
Der Oberschenkelkopf sollte fest in der Hüftpfanne liegen.

Ist dies nicht der Fall, kann es je nach Schweregrad der HD, zu Schmerzen in der Bewegung kommen.


Zur Diagnostik von HD dient eine röntgenologische Untersuchung.
Um den Schweregrad einer HD festzustellen, wir der sogenannte "Norberg-Winkel" verwendet.

Bei den meisten Rassen beträgt dieser 105°, kann jedoch auch rasseabhängig variieren.
Diese Variation findet, beim entsprechenden Gutachter des Rassezuchtverbandes, Berücksichtigung. 

 

Da auch die genetische Komponente bei der Entstehung von HD eine Rolle spielt, sollten nur gesunde Tiere miteinander verpaart werden.

 

Hierzu gibt es im SSV die Vorgabe, dass keine Hunde mit dem Schweregrad D oder E zur Zucht verwendet werden dürfen.

 

 

 

SCHWEREGRADE:

Bei der HD gibt es die Schweregrade  A-E, wobei HD A eine in jeder Hinsicht HD-freie Hüfte und HD E eine schwere HD darstellt.

Bei den Schweregeraden A-D wird noch einmal innerhalb der Schweregrade die Abstufungen 1 und 2 gemacht, wobei HD A1 die "gesündeste" Hüfte darstellt.

  HD A              HD frei Die Hüftgelenke sind in jederlei Hinsicht unauffällig
 HD B

Verdacht, Übergangsform

leichte Unstimmigkeiten in Winkel oder Ausbildung von Pfannendach und Schenkelkopf

HD C 

leichte HD

Ungleichmäßiges Pfannendach und Oberschenkelkopf oder zu niedriger Norberg-Winkel

HD D 

mittlere HD

 

deutliche Ungleichmäßigkeiten in Pfannendach und Oberschenkekopf (u.U. Teilverrenkungen)
Der Norberg-Winkel weicht deutlich ab, es kann zu arthroseartigen Veränderungen kommen

HD E 

schwere HD 

 

Die Veränderungen des gesamten Gelenks sind sehr deutlich,
Der Norberg-Winkel ist stark abweichend 
Es kommt zu bereits arthrotischen Veränderungen

 

 

Ellbogendysplasie

Die Ellenbogengelenksdysplasie beim Hund ist eine polygenetisch (über mehrere Gene) bedingte und/oder  begünstigte Erkrankung des wachsenden Knochengerüsts, bei der es zu oft schmerzhaften Fehlbildungen des Ellbogengelenks und dessen Bestandteilen kommt (Osteoarthrose). 
Hierbei entsteht eine Inkongruenz zwischen Oberarmknochen, Elle und Speiche. Heißt diese Knochen passen nicht zueinander.
In schweren Fällen ist die Folge eine Sklerosierung der Knochen und die Bildung von Knochenauswüchsen (Osteophyten), um die Fehlbildungen im Gelenk auszugleichen.
Die Erkrankung beginnt im späten Wachstum bei 4 bis 8 Monate alten Junghunden und führt häufig zum Lahmen in der Bewegung.


Abgesehen von der genetischen Begünstigung, kann es durch Fütterungsfehler, zu schnelles Wachstum und/oder fehlerhafte Belastung (z.B. durch übermäßiges Sporttreiben oder Fettleibigkeit) im Wachstum zur Ellbenogendysplasie kommen.

 

Die Erkrankung ist mit der Zeit fortschreitend.

 

SCHWEREGRADE:

Die ED wird unterteil in ED 0 - ED III wobei ED 0 ein ED-freies Gelenk und ED III die schwerste Form der ED darstellt.

ED 0 Ellenbogen Normal

 

Keine Hinweise auf eine ED Erkankung

 

ED I leichte Arthrose

 

Osteophyten sind kleiner als 2mm oder es liegen Sklerosen der Gelenkfläche der Elle vor

 

ED II mittelschwere Arthrose

 

Es liegen Osteophyten zwischen 2mm und 5mm Größe vor

 

ED III schwere Arthrose 

 

Osteophyten von einer Größe von 5mm oder mehr liegen vor

 

Eine HD und ED Freiheit der Elterntiere ist nie eine Garantie für gesunde Gelenke, jedoch wird damit das Risiko einer erblich bedingten HD/ED möglichst gering gehalten.

Es liegt in der Hand des Welpenkäufers.

Wie er den Hund im Wachstum bewegt, wie er ihn füttert, sodass der Hund alle Nährstoffe bekommt und ein starkes Immunsystem hat, dass der Hund nicht unter Fettleibigkeit leidet, denn all dies sind Faktoren die die Entstehung von HD und ED auch bei gesunden Elterntieren beeinflussen.

Wenn Sie Fragen zu der Ernährung oder Bewegung ihres Hundes haben, dürfen Sie sich mit diesen gerne vertrauensvoll an uns wenden.