Den Berner Sennenhund sinnvoll beschäftigen

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Spaziergänge

 

Die Grundlage einer artgerechten Beschäftigung bieten unseren Bärchen die täglichen Spaziergänge. 

Nach Möglichkeit gestaltet man diese abwechslungsreich, indem nicht an kurzer Leine immer dieselbe Runde gelaufen wird. 

Dem Hund die Möglichkeit zum Schnüffeln und Fährtenlesen zu geben, ist - wie in verschiedenen Studien nachgewisen wurde - ungemein wichtig für seine Emotionen und die geistige Auslastung. 

 

Gehen Sie auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Hundes ein:


Wenn Sie beispielsweise wissen, dass Ihr Hund ein leidenschaftlicher Schwimmer ist, bauen Sie Schwimmmöglichkeiten in die täglichen Spaziergänge mit ein.

 


Kontakt zu Artgenossen

 

Sofern der Hund nicht mit einem oder mehreren Hunden gemeinsam gehalten wird, sollte sich der Halter dazu verpflichtet fühlen, seinem Hund anderweitig täglichen Kontakt zu anderen Hunden zu ermöglichen.

Auch Hunde die in Mehrhundehaltung leben kommt das Spiel mit fremden Artgenossen zu Gute.

 

Spielen mit anderen Hunden festigt das Sozialverhalten unserer Hunde, je mehr Kontakt zu Artgenossen ermöglicht wird, desto gesünder und besser ist das Sozialverhalten.

 

Da nicht jeder fremde Hundehalter Kontakt wünscht, eignen sich Hundewiesen, Spielgruppen in der Hundeschule oder in der Nachbarschaft ideal, um die Hunde miteinander spielen zu lassen.

 

Diese Art der Beschäftigung ist unserer Meinung nach elementar um den Hund artgerecht zu halten. 

 

Unsere Welpen wachsen bei uns in einem intaktem Rudel, sowohl mit Rüden als auch Hündinnen auf und sind daher überaus gut auf das spätere Zusammentreffen mit anderen Hunden vorbereitet, sofern die Sozialisierung von Ihnen als Welpeneltern verantwortungsbewusst fortgeführt wird.




Hundeschule und Sportkurse

 

Der Berner zählt auch heute noch zu den lernbegierigen und arbeitswilligen Rassen.


Viele Berner finden daher auch Gefallen an Hundesport oder dem regelmäßigen Besuch eines Beschäftigungskurses in der Hundeschule.

 

Hier ist eigentlich für jedes Hund-Mensch-Team Etwas dabei.

Von Obedience, wobei vor allem der Gehorsam trainiert wird, bis hin zu Agility oder Turnierhundesport, die den Hund auch körperlich fordern, sind dem gesunden Berner keine Grenzen gesetzt.

 

Viele Hundeschulen und Hundesportvereine bieten Schnupperstunden und Beratungen an, damit die richtige Sportart für jedes Team gefunden werden kann.

 

Der Berner eignet sich neben der Arbeit im Obedience, Hoopers, Fährten oder Zughundesport vor allem auch für den Einsatz im Mantrailing und Rettungshundesport.

 

Je nachdem wie viel sportlichen Einsatz man als Hundehalter selber leisten kann oder möchte sind also auch hier dem Mensch-Hund-Team keine Grenzen gesetzt.

 

 

 

Immer wieder hören wir "Der Berner ist ja nicht für den Sport geeignet" oder "Die sind ja zu schwer um sich sportlich zu betätigen."...

 

Leider sind dies falsche Vorurteile gegenüber der Rasse, die nicht wenig zu dem schlechten Gesundheitszustand vieler Berner beitragen.

 

Bewegung benötigt JEDER Hund, egal ob groß oder klein, jung oder alt.

 

Die Trainingsintensität muss dem Alter und dem Gesundheitszustand jedes Hundes individuell angepasst werden.


Hierzu gehört auch das Röntgen auf HD und ED um Gewissheit für den Hundehalter zu schaffen, inwiefern der Berner später sportlich belastet werden kann.

 

Wenn ein ausgewachsener Berner HD und ED frei ist, kann dieser in so gut wie jeder Hundesportart professionell geführt werden.

 

Dazu gehört das Joggen und Fahrradfahren mit Herrchen und Frauchen, Hundesport auf dem Hundeplatz, beim Spaziergang oder im eignen Garten.

 

Wer einmal gesehen hat, zu welchen sportlichen Leistungen ein Berner fähig ist, wird seine Einstellung zu dieser Rasse sicherlich noch einmal überdenken.

 


Beschäftigung im Haus und Garten:

 

Viel zu oft wird von dem Hund erwartet sich mit dem täglichen Spaziergang und dem Kuscheln auf dem Sofa zufrieden zu geben.

 

Oft vergessen wir, dass unsere Hunde nicht die Möglichkeit haben wie wir, sich selber zu beschäftigen.

Wenn unsere Hunde sich doch einmal selbständig machen, leiden oft unsere Schuhe oder Stuhlbeine unter dem Nagetrieb unserer geliebten Vierbeiner.

 

Damit es nicht so weit kommt ist zum einen eine konsequente und liebevolle Erziehung notwendig.

Um diese zu ermöglichen und zu stabilisieren ist die tägliche Beschäftigung über den Spaziergang hinaus sinnvoll und oftmals auch notwendig.

 

Wir möchten Ihnen hier einige Möglichkeiten zur Beschäftigung mit Ihrem Vierbeiner bei Ihnen Zuhause vorstellen.

Neben den bekannten Beschäftigungen hoffen wir vielleicht die ein oder andere neue Inspiration geben zu können.

 

Bitte bedenken Sie, dass auch Ihr Hund mal einen schlechten Tag hat und daher nicht immer die Konzentration für intensive Beschäftigung aufbringen kann.

 

Außerdem bitten wir Sie zu bedenken, alle Beschäftigungen dem Alter und Gesundheitszustand Ihres Hundes anzupassen. 
Junge Hunde unter einem Jahr und kranke Hunde können und dürfen nicht in dem selben Maße körperlich gefordert werden wie ein gesunder und ausgewachsener Hund.

 

Im ersten Lebensjahr sollten Sprünge, übermäßiges Rennen (vor Allem mit abruptem Abbremsen) sowie die Überbelastung der Gliedmaßen ("Schubkarre" fahren oder Männchen machen) unbedingt vermieden werden.

Nachdem Ihr Hund im Alter von einem Jahr röntgenologisch untersucht wurde und gesund ist, können Sie die Trainingsintensität nach und nach steigern.

 

Im Folgenden finden Sie nun unsere Beschäftigungsempfehlungen für den Berner zu Hause.

Wir versuchen das Leben unserer Berner möglichst interessant und abwechslungsreich zu gestalten und machen daher nicht jeden Tag dasselbe, sondern wechseln die unten beschriebenen Beschäftigungen täglich durch.

 

 

Kaubeschäftigung:

 

Hunde haben ein von Natur aus angeborenes Kaubedürfnis. 

Sie trainieren so ihre Kiefermuskulatur, reinigen die Zähne und kräftigen das Zahnfleisch was zur natürlichen Maulpflege und somit Gesunderhaltung des Hundes beiträgt.

Außerdem erfordert das Kauen und Knabbern einiges an Konzentration und macht die Hunde zufrieden und müde.


Unserer Meinung nach eignen sich folgende Produkte sehr gut für die Knabberbeschäftigung bei ausgewachsenen Bernern:

Kaffeholz, Torgawurzel, Rinderohren mit/ohne Fell und Muschel, Rinderkopfhautstreifen/Stangen, Rinderknochen (frische, roh! oder getrocknet), Geflügelknochen (frische, roh! oder getrocknet), frisches Gemüse und Obst am Stück, etc.

 

 

Stellen Sie immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung und lassen Sie Ihren Hund mit seiner Kaubeschäftigung niemals unbeaufsichtigt!

 

 

Schnüffelteppich:

(Intensität dem Alter und Gesundheitszustand angepasst)


Ein Schnüffelteppich ist eine tolle Möglichkeit um den Hund auch bei wirklich schlechtem Wetter im Haus zu beschäftigen.

Schnüffelteppiche kann man im Internet oder gut sortierten Haustierfachgeschäften bereits fertig kaufen oder auch ganz einfach selbst basteln. Anleitungen dazu gibt es zahlreich im Internet.

 

In einem Schnüffelteppich werden Leckerchen oder das Futter (sofern es sich nicht um Nassfutter handelt) versteckt. 
Durch die vielen "Zotteln" muss der Hund intensiver schnüffeln und suchen um die Leckerchen zu finden. 


Schnüffeln ist unheimlich anstrengend und macht müde und zufrieden.

Die Dauer der Beschäftigung mit dem Schnüffelteppich sollte nach und nach gesteigert werden. Gerade junge Hunde können sich oft nicht so lange am Stück konzentrieren. Um sie nicht zu frustrieren, wenn sich nach einiger Zeit ihre Erfolgsquote reduziert sollte man die "Schnüffeleinheit" rechtzeitig beenden und den jungen Hund zur Ruhe kommen lassen.

 

 

Leckerchen oder Objektsuche:

(Intensität dem Alter und Gesundheitszustand angepasst)

 

Ebenfalls bei schlechtem Wetter für die Beschäftigung im Haus oder bei gutem Wetter draußen geeignet.

 

Das Verstecken von Leckerchen im Haus oder im Garten, z.B. auf Blumentöpfen, in der Baumrinde oder dem Gartenstuhl ist eine gute Möglichkeit um den Hund zu Hause zu beschäftigen.

 

Dasselbe lässt sich mit dem Lieblingsspielzeug oder aber auch einem Trainingsdummy umsetzen. 

Dieser kann im Haus oder Garten aber auch beim Spaziergang unterwegs versteckt werden. 


Dass der Hund für jeden Fund eine Belohnung erhält sollte selbstverständlich sein.

 

 

Apportieren:

(Intensität dem Alter und Gesundheitszustand angepasst)


Das "Bällchen werfen" ist leider immer noch bei vielen Hundehaltern eine gern genommene Beschäftigung.

Jedoch ist dies alles andere als eine wirkliche Auslastung für den Hund, sondern sorgt für noch mehr Anspannung und Unausgeglichenheit. 


Sogenannte "Balljunkies" steigern sich extrem in dieses Spiel hinein und haben große Schwierigkeiten den Abbruch des Spiels zu akzeptieren und danach wieder zur Ruhe zu kommen.


Durch den Beutetrieb wird bei jedem Wurf im Körper des Hundes Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet, Stresshormone, die auf Dauer den Hund krank machen.

 

Apportieren ist, wenn richtig ausgeführt, jedoch eine tolle Möglichkeit um den Hund zu beschäftigen.

Impulskontrolle sollte geübt werden, der Hund darf dem Ball nicht einfach hinterhersprinten, sondern muss erst sitzen und warten, bis er die Freigabe zum Apportieren erhält.

 

Falls das zu Beginn zu schwierig ist, kann der Apportiergegenstand auch erst hingelegt werden und dem Hund dann die Freigabe zum Apport gegeben werden.


Auch die richtige "Dummyarbeit" eignet sich sehr zur Auslastung des Berners. In Hundeschulen werden immer wieder Kurse hierzu angeboten um richtig einzusteigen. Zudem findet sich zu dem Thema auch zahlreiche Literatur in gebundener  Form und im Internet.

 

 

Trickdogging:

(Intensität dem Alter und Gesundheitszustand angepasst)

 

Eine tolle Möglichkeit, auch für Kinder, sich mit dem Hund zu Hause zu beschäftigen.

 

Es gibt zahlreiche Lernvideos und Anleitungen im Internet für Tricks, die dem Hund beigebracht werden können.

Der Anreiz neues zu lernen ist auch bei erwachsenen Hunden noch groß und kann durch das immer wieder neue Erlernen von kleinen Tricks und Kunststücken gefördert und erhalten werden.

 

Das Beibringen von Kunststücken sollte jedoch vollkommen stressfrei und ohne Druck für den Hund ablaufen.

Nur wenn seine Freude am Lernen durch Belohnungen gefördert wird, wird er diese auch in Zukunft an dieser Beschäftigung haben.

 

Auch kleine Balance-Übungen sowie Gymnastizierungsübungen können auf diese Weise einstudiert und regelmäßig mit dem Berner geübt werden.
Dadurch wird die Körperwahrnehmung geschult und der Bewegungsapparat gekräftigt.

 

 

Parcours im Garten:

(Intensität dem Alter und Gesundheitszustand angepasst)

 

Wer möchte kann im Garten einen kleinen Hindernisparcours für seinen Berner aufbauen.
Cavaletti, ein Slalom, eine Wippe, ein Tunnel etc. können im Garten aufgebaut und mit dem Berner durchlaufen werden.

Dies erhält den Berner beweglich und stärkt seine Muskulatur und ist durch die erforderte Koordination auch für den Kopf eine empfehlenswerte Auslastung für gesunde und ausgewachsene Berner.


Es gibt im Internet oder Heimtierfachgeschäft fertige Parcours zu kaufen. Man kann aber mit ein wenig Improvisation auch bereits vorhandene Gegenstände und Strukturen für seinen Parcours zu Hause nutzen.

Auch beim Spaziergang lassen sich zum Beispiel umgefallene Bäume, Bächlein etc. als kleine Hindernisse nutzen und sorgen für Abwechslung bei den täglichen Gassi-Runden.

 

 

 

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